Reisekosten: So viel Geld brauchst du für deine Reise!

Wenn man eine Reise planst, stellt sich oft die Frage nach den Reisekosten. Der erste Schritt in deiner Finanzplanung ist festzustellen wie viel Geld du für deine Reise brauchen wirst.

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Dieser Artikel ist Teil einer Artikel-Reihe zum Thema Geld auf Reisen:

1. Faktoren.

Dein benötigtes Reisebudget hängt von den folgenden Faktoren ab:

  •  Vorbereitung
    • Ausrüstung
    • Visa (falls nötig)
    • Impfungen (falls nötig)
    • Reisepass
    • Auslandsversicherung
    • Tickets für Flüge, Bahn usw.
  • Reisebudget
    • Transport während der Reise
    • Essen
    • Unterkunft
    • Taschengeld für Sehenswürdigkeiten, Souvenirs usw.
    • Geldpuffer von 20 – 30% von deinem Reisebudget

2. Rechne mit Tagesbudgets

manchmal ist es sehr schwer zu wissen, wie viel Geld man für die oben genannten Faktoren ausgeben wird. Denn das hängt auch sehr stark von deinem Reiseland ab. Daher plane und rechne ich immer in Tagesbudgets. Zum Beispiel für einen Trip in Europa:

Essen 3€ – 5€ meistens zahle ich 1€ pro Mahlzeit
Unterkunft (im Hostel) 10€ – 20€ hängt von der Stadt und der Reisezeit ab
Unterkunft (mit Couchsurfing) 3€ für Aktivitäten mit dem Host, oder für ein Hostel im Notfall
Taschengeld 3€ – 5€ für öffentliche Verkehrsmittel, Eintritte, Souvenirs usw.

Vor allem das Taschengeld kann sehr viel höher ausfallen, je nachdem was man so machen möchte. Sei ehrlich zu dir selber – was möchtest du machen und sehen, und kalkuliere diese Dinge mit ein.

Gesamtes Tagesbudget:

  • Reise mit Hostel: 16€-30€
  • Reise mit Couchsurfing: 9€-13€

3. Füge deine Reisezeit hinzu.

Um nun dein Reisebudget zu errechnen, nimm deine Reisezeit und verrechne sie mit deinem Tagesbudget.

zum Beispiel:

Für Was Wo Wie in Tages Tagesbudget insgesamt
6 Wochen Rundreise Italien Couchsurfing 42 Tage  9€ – 13€ 378€ – 546€
2 Wochen Städtetrip London Hostels 14 Tage 16€ – 30€ 224€ – 429€

4. Füge die anderen Faktoren hinzu.

Wenn du eine Rundreise machst, dann füge deine Transportkosten noch hinzu. Vielleicht musst du dafür etwas recherchieren. Ich habe ungefähr 150€ für die Züge in Italien bei meiner Rundreise ausgegeben.

Ich nutze zur Kalkulation immer die obere Grenze von meinem Reisebudget. Denn es ist immer besser weniger auszugeben, als man eingeplant hat als anders herum.

Dies ist natürlich auch nur ein Beispiel für ein Reisebudget. Aber ja, das ist wirklich, was ich bei einer Reise ausgebe. Ich bin zwar sehr sparsam, aber genau das erlaubt es mir für eine lange Zeit zu reisen.

Informieren dich über die Preise in deinem Reiseland, zum Beispiel auf https://www.expatistan.com/cost-of-living. Denn zum Beispiel sind die Kosten sehr hoch in Skandinavien und dann musst du mehr für dein Essen einplanen und so weiter.

 5. Füge ein Puffer hinzu

Wenn man ein so kleines Budget nutzt, empfehle ich dringend 20% bis 30% vom eigentlichen Reisebudget als Puffer zu einzuplanen. Denn manchmal passieren unterwartete Dinge, man muss extra Equipment oder Medikamente kaufen oder die Ausgaben sind doch höher als man gedacht hat.

Zum Beispiel:

Für In Budget + 20% + 30%
6 Wochen Italien 546€ +109€ +164€
2 Wochen London 420€ +84€ +126€

Ich nutze den Puffer ausschließlich für Notfälle und meistens brauche ich den Puffer nicht oder nur einen kleinen Teil davon.

Rechne nun das Reisebudget mit den Kosten für die Vorbereitung zusammen und du hast den Betrag den du für deine Reise benötigst.

Normalerweise ist jetzt der Moment an dem ich frustriert bin, weil ich merke, dass ich so viel Geld nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln kann.

Wenn es dir auch so geht, dann lese den zweiten Artikel dieser Reihe: Geld sparen für deine Reise: so gehts!

Die andern beiden Artikel dieser Reihe findest du hier:

 

3 Kommentare für “Reisekosten: So viel Geld brauchst du für deine Reise!

  1. Monika
    25. Mai 2014 um 12:29

    Hey Maja 🙂
    Super Beitrag mit guten Tipps! Dass es so günstig sein kann, überlegt man sich irgendwie gar nicht richtig. Ich sehe oft die Fahrtkosten und habe dann im Hinterkopf, dass da noch ein paar Hunderter für Essen und Unterkunft drauf gehen und lasse das Reisen dann ganz sein. Da denkt man nochmal nach, wie man günstiger planen kann und kommt dadurch zu viel mehr. Schlussendlich bereuht man ja nur die Dinge, die man nicht getan hat. 🙂
    Aber 3-5€ fürs Essen finde ich schon sehr wenig, bzw. 1€. Das geht bestimmt nur, wenn man die richtigen Märkte findet und immer selbst kocht. Kannst du dann auch abwechslungsreich kochen? Es hilft bestimmt, wenn man kein Geld für Fleisch auszugeben braucht, aber das ist so extrem wenig Geld. (Ich weiss, dass ich da eine etwas andere Sicht habe, weil die Schweiz ja nicht gerade das billigste Land ist..:D).

    Was meinst du eigentlich zu Monats/Wochenkarten für den ÖV? Hast du da ein paar Tipps? Es gibt ja den Interrailpass, die Oyster Cart in London oder das navigo in Paris.. Reist du, wenn du länger in einem Land/Stadt bist, mit sowas oder nimmst du nur Einzelfahrkarten falls du mal eine braucht? Man kann ja viel zu Fuss/mit dem Fahrrad sehen. Und dann gibt es ja noch Fahrgemeinschaften und sowas… ( nicht, dass du mir jetzt so viel antworten musst, vielleicht machst du ja eh mal einen Artikel dazu).

    Deine Website ist echt schön geworden, sie weckt auf jeden Fall meine Reiselust. Hoffentlich sieht man sich bald mal wieder, 🙂

    mlg Monika

  2. 25. Mai 2014 um 14:22

    Hey Moni,

    Danke für das Feedback. Ja, 1€ die Mahlzeit ist schon recht wenig, das funktioniert aber eigentlich ganz gut. Natürlich ist das etwas abhängig vom Land und in der Schweiz würde das wahrscheinlich mehr Geld sein, daher sollte man das in seiner Reiseplanung natürlich mit berücksichtigen.
    Meistens gehe ich im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt einkaufen und schau was es so Leckeres gibt, Ich ernähre mich dabei sehr abwechslungsreich und probiere auch immer gerne was neues, denn das gehört zum reisen ja dazu 🙂
    Oft kaufe ich Obst, Gemüse, Eier, Brot und Cracker, Käse, Dips, Joghurt, Nudeln, Reis usw. Wenn ich die Möglichkeit habe koche ich selber, es gibt aber auch viele Dinge die man gleich verspeisen und genießen kann.

    Mit den öffentlichen Verkehrsmittel handhabe ich es meistens so, dass ich versuche eine Unterkunft im Zentrum zu haben und dann laufe ich sehr viel und schau mir alles zu Fuß an. Das finde ich super, weil man dabei viele Dinge entdeckt , an denen man sonst vorbeigefahren wäre. Manche Städte haben kostengünstige Fahrradsysteme wie zum Beispiel die Barclay Bikes im Zentrum von London.
    Für alle Fahrten die ich sonst so tätige nutze ich entweder Einzelfahrscheine oder, wenn ich länger in der Stadt bin, Mehrfahrtenkarten. Zum Beispiel die 4-Fahrten-Karte in Berlin oder die T-10 in Barcelona. Denn dann sind die einzelnen Fahrten günstiger, als wenn man sie sich einzeln kaufen würde. Die OysterCard in London habe ich ebenfalls genutzt, weil dann die einzelnen Fahrten günstiger waren glaub ich. Ich hatte da aber die Variante, dass man jede Fahrt einzeln zahlt und bin dann meistens mit dem Bus gefahren da dieser günstiger ist als die Subway und man auch mehr sieht.

    Also es kommt im Prinzip immer auf die Stadt und deren System an. Wenn ich ankomme informiere ich mich drüber und wähle dann das günstigste für meinen Aufenthalt aus.

    Mehr zu diesem Thema werde ich übrigens in ein paar Tagen im Artikel „Step 4 – 25 Tipps wie du auf deiner Reise Geld sparen kannst!“ verraten.
    Liebe Grüße,
    Maja

    • Monika
      27. Mai 2014 um 13:44

      gerne 🙂
      danke für die schnelle und ausführliche Antwort! Wochenmärkte finde ich auch toll, vor allem grosse, bunte, vielfältige. Ich sollte das auch öfters machen…Selber kochen macht so viel Spass, vor allem, wenn man neue Produkte oder Rezepttipps in anderen Ländern findet/bekommt (oder die Gelegenheit hat mit Einheimischen zu kochen 🙂 )
      Einen grossen Vorteil hat es, in einem teuren Land zu leben: alle anderen Länder sind viel billiger. 😀

      Das mit den Fahrrädern habe ich leider noch nie ausprobiert (aber es immer vorgehabt), der Verkehr hat mir immer etwas Sorgen bereitet..
      Ich laufe zwar auch immer sehr viel, aber in sehr grossen Städten war ich bisher immer froh, noch eine Fahrkarte zu besitzen. Allerdings hat mich der Preis auch oft gereut.. man muss sie dann auch wirklich nutzen, damit sie sich rentiert.
      Das fand ich in London auch sehr gut, dass man mit der Oystercard auch wie mit einer Prepaidkarte reisen konnte und das mit fast allen Verkehrsmitteln. An das Bussystem musste ich mich erst gewöhnen, die Subway erschien mir übersichtlicher, dass sie so viel teurer ist, wusste ich gar nicht. Muss ich beim nächsten Mal gleich mal drauf achten.

      Ich denke beim nächsten Städtetrip werde ich es auch mal ohne Wochenkarte ausprobieren, aber dafür mit Fahrrad. 😉 Da ist man bestimmt flexibler und spart einiges, wobei das natürlich, wie du bereits sagtest, von dem jeweiligen System/ort abhängig ist.

      Freue mich schon auf den nächsten Artikel 🙂

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